
Lesen Sie das ganze Interview in der KirchenBlatt-Ausgabe Nr. 12 vom 27. März 2025.
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Von Joachim Schwald
In Ihrem Buch „Und Gott sah, dass es schlecht war“ gehen Sie mit der Menschheit und deren Umgang mit der Schöpfung hart ins Gericht. Wie schlecht würde Gottes Urteil Ihrer Meinung nach tatsächlich ausfallen?
Julia Enxing: Ich gehe nicht mit der Menschheit insgesamt hart ins Gericht, sondern kritisiere einzelne Haltungen und Vorstellungen – insbesondere unsere nordwestlichen Kulturen – die zu einer Ausbeutung sowohl anderer Menschen als auch der nicht-menschlichen Schöpfung geführt haben. Dabei fange ich bei mir selbst und meinem Lebensstil an und wage einen Blick in die Ideen- und Theologiegeschichte. Es wird deutlich, dass wir uns weit entfernt haben von einem (imaginierten) guten Urzustand der Welt, in der der Mensch noch inmitten statt gegenüber der Schöpfung war.
Ein Bereich, der in der Umwelt- und Klimaschutz-Debatte oft ausgeklammert wird, ist der Tier- bzw. Artenschutz. Warum liegt Ihnen dieses Thema besonders am Herzen?
Enxing: Zum einen, da ich persönlich eine sehr enge Verbindung zu Tieren spüre und lebe; zum anderen, da ich die Grenzen zwischen Menschen und Tieren als künstlich gesetzt sehe – und zwar zum Zwecke der Ausbeutung der Tiere zu unseren Gunsten. Dazu, so meine Überzeugung, haben wir kein Recht. Gott hat allen Geschöpfen ...
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Julia Enxing wurde 1983 geboren und ist seit April 2024 Professorin für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.
Am Donnerstag, 3. April, ist sie ab 19:30 Uhr bei der Arbeiterkammer Vorarlberg zu Gast. Eine Anmeldung ist über die Homepage der AK erforderlich.